Gebiet Woronesch

Wirtschaftsdaten

Indikator

Wert

   Stand    

Bruttoregionalprodukt (BRP):

14.328 Mio. Euro

     

2013

Bruttoanlageinvestitionen:

5.120 Mio. Euro

2013

Ausländische Direktinvestitionen (FDI):

599,95 Mio. USD

2013

Index der Industrieproduktion (im Vergleich zum Vorjahr):    

+ 1,41 %

2014

Index der Agrarproduktion (im Vergleich zum Vorjahr):

- 7,97 %

2014

Arbeitslosigkeit (Jahresdurchschnitt):

4,5 %

2014

Arbeitslosenzahl (Jahresdurchschnitt): 

52,7 Tsd.

2014

Quelle: Rosstat

Die Länge der befestigten Autostraßen beträgt 9.102 Kilometer. Durch das Gebiet verlaufen die föderalen Magistralen zwischen Moskau und Rostow am Don, Tambow und Belgorod, Woronesch und Saratow.
Die Länge der Eisenbahnlinien umfasst 1.189 Kilometer. Das Eisenbahnnetz ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem europäischen Teil des Landes und dem Nordkaukasus, dem Wolgagebiet und den östlichen Regionen Russlands. Es gibt einen internationalen Flughafen und eine regionale Fluggesellschaft namens OAO Woronesch Awija, die Flüge in die Länder der GUS und das weitere Ausland anbietet.
Die Länge der Flusswege beträgt 573 Kilometer. Der Fluss Don stellt die Verbindung zum Asowschen, Kaspischen und Schwarzen Meer dar. Es gibt zwei Flusshäfen - am Oberen Don und in Woronesch. Das Gebiet verfügt über verschiedene Ölpipelines zwischen Woronesch und Nikolskaja, Liski und Belgorod, sowie über Gaspipelines zwischen Stawropol und Moskau, Mittelasien und dem Zentrum, Petrowskoe und Nowopskowskoe.

Zementrohstoffe, feuerfester Ton, Sand, andere Baustoffe

Struktur der Industrieproduktion:

rund 24 % Maschinenbau und Metallverarbeitung
24 % Nahrungsmittelindustrie
19 % Energiewirtschaft
17 % Chemie- und Petrochemie

Maschinenbau/Metallverarbeitung:
Die Branche ist auf die Produktion von Flugzeugen, Werkzeugmaschinen, Landwirtschaftsmaschinen und Baggern spezialisiert.
Die größten Unternehmen sind OAO BEKS FGUP Woroneschskij Mechanitscheskij Sawod, OAO Woroneschskij Sawod Aljuminiewych Konstruktsij, OAO BSCAK.

Nahrungsmittelindustrie:

Im Gebiet gibt es zwölf Zuckerfabriken, 15 Fleischkombinate, zwei Fabriken für Speisefette, acht Spirituosenfabriken, 34 Milchfabriken, 45 Geflügelfarmen, 120 Brotbäckereien. Ein wichtigstes Unternehmen ist OAO Woroneschskaja Konditerskaja Fabrika.

Chemie und Petrochemie:
Die größten Unternehmen sind OAO Minudobrenija und OAO Woroneschsynteskautschuk.

Getreidekulturen, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Hanf, Kartoffelanbau. Zucht von Milchvieh, Schafen, Geflügel, Bienen, Ziegen, Pferden.

Wichtigste Exportgüter:
Nahrungsmittel und Rohstoffe für die Nahrungsmittelindustrie, petrochemische Erzeugnisse, Kleidung und Schuhe, Schwarz- und Buntmetalle, Getreide

Wichtigste Exportländer:
China, Ukraine, Türkei, Kasachstan, Deutschland

Wichtigste Importgüter:
Lebensmittel, petrochemische Erzeugnisse, Energie, Holz- und Holzprodukte, Maschinen

Wichtigste Importländer:
Ukraine, Deutschland, China, Kuba, Brasilien

Allgemeines

Hauptstadt:
Woronesch

Fläche:
52.200 Quadratkilometer (Platz 51 der größten Regionen Russlands)

Bevölkerung:
2,33 Millionen Einwohner
Stadtbevölkerung: 66,7 Prozent
Landbevökerung: 33,3 Prozent

Größte Städte:
Woronesch (905.600 Einwohner)
Borisoglebsk (64.400)
Possosch (63.600)
Liski (55.100)
Nowoworonesch (39.500)
Ostrogoschsk (33.200)

Städtepartnerschaft:
Delmenhorst (Niedersachsen) -
Borisoglebsk seit 1994, Neukirchen (Hessen) - Liski seit 1991, Wesermarsch (Niedersachsen) - Woronesch seit 1989

Zeitzone:

Moskauer Zeit (UTC+3)

Klima:
Gemäßigte Klimazone, gemäßigtes
Kontinentalklima, Durchschnitts-
temperatur:
im Januar: -7,2 °C, im Juli: +22,0 °C

Gouverneur: Herr Alexej Gordejew

Administration des Gebietes Woronesch


394018 Woronesch, pl. Lenina 1
Tel.:  +7 (473) 213 65 53
Fax: +7 (473) 213 66 04
Internet: www.govvrn.ru
E-Mail: ogv(at)govvrn.ru

Vertretung des Gebietes Woronesch in Moskau

125047 Moskau, ul. 2 Tverskaya-Yamskaya 26
Tel.:  +7 (499) 250 98 55
Fax: +7 (499) 251 12 76
Internet: www.predvo.ru         
E-Mail: mospred(at)govvrn.ru 

Agentur für Investitionen und für strategische
Projekte des Gebietes Woronesh

394036 Woronesh, ul. Karla Marxa 80
Tel.:  +7 (473) 261 02 25
Fax: +7 (473) 261 00 57
E-Mail: api@govvrn.ru

Investitionsportal des Gebietes Woronesch

www.invest-in-voronezh.ru

Daten zum Gebiet Woronesh auf dem ASI Investitionsportal

www.investinregions.ru/de/regions/voronezh/

Russische Handels- und Industriekammer
Handels- und Industriekammer Gebiet Woronesch
3940006 Woronesch
ul. 9. Janwarja 36, ofis 506, 508, 512-519
Telefon: (+7 4732) 77 24 87, 77 99 98, 53 32 89
Fax: (+7 4732) 77 24 87, 52 21 17
tpp(at)tpp.kvmail.ru
www.tppvo.run

Präsident: Herr Jurij Fjodorowitsch Gontscharow

 



Institutionen


Firmenpool Sachsen-Anhalt Woronesch

394000 Woronesch
ul. Dzershinskogo 5
Telefon / Fax: (+7 732) 55 48 26


Vorsitzender: Herr Jürgen Voigt

 

 

• Woronezh State University:
http://www.vsu.ru/

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Karte Woronesch

Quelle: Wikipedia

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Eine lange Geschichte

Die Kontakte zwischen Woronesch und Deutschland haben Tradition. Aber auch in der Gegenwart sind die Wirtschaftbeziehungen eng. Igor Lotkow von der Agentur für Investitionen in das Gebiet Woronesch beschreibt die Zusammenarbeit und geht dabei besonders auf den Besuch einer bayerischen Delegation ein.

Die Anfänge der Geschichte der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Woronesch und Deutschland gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden mit Hilfe deutschen Kapitals zukunftsträchtige geologische Forschungen zu Rohstofflagerstätten durchgeführt, moderne Vorhaben im Bereich Maschinenbau und Förderindustrie. Deutsche geologische Expeditionen entdeckten Feuertonvorkommen in der Region, und das deutsche Unternehmen Wachter & Co. produzierte bis zur Revolution Schamottziegel in seiner Fabrik, die dank ihrer hervorragenden Qualität sehr erfolgreich gehandelt wurden und sogar nach Deutschland exportiert wurden.
Deutsche Unternehmen hielten Anfang des 20. Jahrhunderts auch die Aktien der größten Fabrik in Woronesch, Stoll & Co, in der nach damaligen Maßstäben hochtechnologische Ölmotoren, hydraulische Ölpressen, Pumpen, Walzen, Hämmer und landwirtschaftliche Maschinen hergestellt wurden.
Auch heute ist Woronesch nach wie vor an einer Vertiefung der Beziehungen und der Zusammenarbeit mit Deutschland interessiert. Die deutschen Erfahrungen in der Entwicklung der Industrie und der Landwirtschaft können viel zur Modernisierung der Wirtschaft in der Region beitragen.

Erfolgreich Bildungszuammenarbeit
Das Niveau der Universitäten des Gebietes war schon immer hoch. Bis heute unterhält Woronesch enge Beziehungen in den Bereichen Wissenschaft und Bildung mit Deutschland. 1999 wurde in Berlin die Assoziation deutscher Absolventen der Freunde der Staatlichen Woronescher Universität, kurz DAWY, gegründet. Die Assoziation arbeitet eng mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Stiftung „West-östliche Begegnungen“ zusammen. Die gemeinsamen Forschungen auf verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten und ein reger Studentenaustausch bilden die Basis für die Entwicklung der wirtschaftlichen Partnerschaft. Ein erfolgreiches Beispiel ist die Ausbildung von Spezialisten für Siemens im Lehrzentrum der regionalen Universität.
Der Münchner Konzern ist zur Lokomotive der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Woronesch und der Bundesrepublik geworden. In das Projekt „Hochspannungsschalter“ investierte Siemens rund 200 Millionen Rubel. Im nächsten Schritt wollen die Bayern eine Transformatorenfabrik eröffnen. Das Investitionsvolumen wird mit 60 Millionen Euro angesetzt. Dieses Produktionscluster wird im globalen Netz der Energiesparte des Konzerns einen wichtigen Platz einnehmen

Zugpferd Landwirtschaft
Für die Erschließung des landwirtschaftlichen Potentials der Region sind die erfolgreichen Projekte des deutschen Agrarunternehmens Ekoniva von besonderer Bedeutung. Ekoniva betreibt in der Viehzucht 17 Unterabteilungen, darunter zwei Hochtechnologie-Milch-Komplexe. Zwei weitere Milchkomplexe befinden sich derzeit im Bau. Stefan Dürr, Präsident der Ekoniva, war einer der ersten Deutschen, die in die Landwirtschaft der Region investiert haben. Darüber hinaus ist Dürr offizieller Koordinator der Zusammenarbeit im Bereich Landwirtschaft zwischen dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Bundesrepublik, dem Deutschen Bundestag und den Agrarkomitees der russischen Staatsduma und des Föderationsrat.
Agroimport und das deutsche Unternehmen TönniesFleisch haben mit der Agro-Ostrogoschsk OOO ein gemeinsames Projekt gegründet. Im Oktober beginnt der Bau des ersten Viehzuchtkomplexes des Unternehmens, das sich hauptsächlich der Schweinezucht widmen wird. Insgesamt sind zehn Komplexe für je 2.500 Zuchtsauen geplant. Ferner soll auch eine Mischfutterfabrik mit einer Kapazität von 220.000 Tonnen im Jahr und einem Getreidespeicher mit einem Fassungsvermögen von 156.000 Tonnen errichtet werden. Am Ende steht dann der Bau der größten Fabrik zur Verarbeitung von Schweinefleisch im zentralen Schwarzerdegebiet.

Russische Delegation in Bayern
Im Rahmen der bilateralen Beziehungen besuchte eine Delegation des Gebiets Woronesch unter Leitung des Gouverneurs Alexej Gordeew auf Einladung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Sommer 2011 München. Während des Aufenthaltes wurden eine Reihe von Vereinbarungen und Absichtserklärungen zu weiteren gemeinsamen Projekten unterschrieben. Zum Beispiel wird das Unternehmen Isodom aus Woronesch gemeinsam mit den deutschen Unternehmen Textima und Transcoject ein Spritzwerk im Gebiet realisieren. Mit einem gemeinsamen Businessforum will man ähnliche Ansätze der Zusammenarbeit ins Leben rufen. Ort und Datum des Forums müssen noch festgelegt werden
Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Delegationsbesuchs in Bayern ist die Initiative des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofers ein Abkommen über die strategische Partnerschaft des Landes Bayerns und dem Gebiet Woronesch abzuschließen. Damit würde Woronesch nach Moskau und St. Petersburg das dritte Föderationsobjekt werden, das mit Bayern die langfristige Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und eine Partnerschaft in Wissenschaft und Bildung vereinbart.

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