Raiffeisen Investment: Privatisierung des Murmansker Hafens

16.02.12 Aktuelles, Murmansk

MOSKAU, 16. Februar. Die Raiffeisen Investment in Moskau ist mit der Durchführung der Privatisierung des Hafens in Murmansk beauftragt wurden. Martin Schwedler, CEO des Moskauer Raiffeisen-Investment-Standortes, erklärte gegenüber dem Wirtschaftsblatt Mitte Februar, dass sein Institut den Verkauf des staatlichen Anteils von 25,5 Prozent übernehmen werde. Ein Zeitplan stehe noch nicht fest.Vor zwei Jahren war die Privatisierung des im Nordwesten des Landes liegenden Hafens angekündigt worden. 2011 wurde ein Anteil von 47,65 Prozent an ein Unternehmen namens Garcia aus St. Petersburg veräußert, für einen Preis von umgerechnet 180 Millionen Euro. Bis 1991 war der Hafen militärisches Sperrgebiet, noch heute ist Murmansk Hauptstützpunkt der russischen Nordmeerflotte. 2010 wurde eine Sonderwirtschaftszone geschaffen. Der Hafen besitzt Kapazitäten für rund 20 Millionen Tonnen Güter im Jahr. 2010 waren es 12,87 Millionen Tonnen – ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber 2009. Verladen werden im viertgrößten Hafen des Landes vor allem Stahl und Kohle. 83 Prozent der Güter werden ins Ausland verschifft.

Quelle: OWC Ausgabe 09/2012