Föderaler Verwaltungsbezirk Nordwest

Der Föderalbezirk Nord-West spielt eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben Russlands – sowohl wegen seiner geografischen Lage als auch wegen seiner speziellen Wirtschaftsstruktur. Maschinenbau, Chemie-, Leicht- und Lebensmittelindustrie sowie Erdölindustrie, Forstwirtschaft und Fischereiindustrie sind traditionell die wichtigsten Branchen des Bezirkes, außerordentlich dynamisch entwickelte sich in jüngster Zeit die IT-Industrie in St. Petersburg. Darüber hinaus haben Transport und Logistik, Telekommunikation, der Schiffsbau und die Dienstleistungsbranche einen wichtigen Anteil an der Wirtschaftsstruktur im Nordwesten.

Die Nummer eins ist der Bezirk bei der Produktion von Apatit- und Nephelinkonzentrat (100 Prozent des gesamten Produktionsvolumens Russlands). Großen Anteil hat der Bezirk an der gesamtrussischen Produktion von Papier (über 60 Prozent), Pappe (über 50 Prozent), TV-Geräten (über 50 Prozent), Fischkonserven (zirka 60 Prozent) und Tee (knapp Prozent).
St. Petersburg ist das wirtschaftliche Zentrum des Bezirkes. Hier sind traditionell der Maschinenbau, die Schiffsindustrie und die Lebensmittelverarbeitung beheimatet.

Das Gebiet Leningrad entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum der Automobil- und Kfz-Zulieferindustrie. Im Autonomen Kreis der Nenzen wird Öl und Gas gefördert. In der Region Wologda ist der Stahlkonzern Sewerstal beheimatet.Im Bereich Infrastruktur wird mit der Ringautobahn, die um St. Petersburg entsteht, das größte Straßenbau-Vorhaben Russlands realisiert. Ebenso bedeutend ist der Ausbau des Hafens Ust-Luga.

Deutsches Engagement

Im Föderalen Bezirk Nord-West sind mehr als 500 deutsche Firmen registriert, die Mehrzahl in der Millionen-Metropole St. Petersburg. Hier findet man auch deutsche Anwaltskanzleien und Vertretungen deutscher Banken sowie zahlreiche Logistikunternehmen.Zunehmend engagieren sich in und um St. Petersburg deutsche Unternehmen im Produktionsbereich. Siemens und das in St. Petersburg ansässige Werk Newski Sawod haben ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Gasturbinen. Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH produzieren in St. Petersburg Kühl- und Gefriergeräte. Auch das Instandhaltungswerk für den neuen russischen Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS befindet sich in St. Petersburg.

Siemens betreibt ein großes Softwarezentrum in der nördlichen Metropole. Die Pfleiderer AG, Neumarkt, hat am Standort Podberesje bei Welikij Nowgorod ein neues Faserplattenwerk aufgebaut. Die ZAO Achimgaz, Kassel/St. Petersburg, ein Gemeinschaftsunternehmen der OAO Gazprom und der Wintershall Holding AG, fördert Erdgas in Urengoi. Im Gebiet Leningrad stellt die OAO Henkel-ERA in Tosno, eine Tochter der Henkel KGa, Wasch- und Reinigungsmittel her, BMW montiert in Kaliningrad Pkw. Beim Hafenausbau sind deutsche Unternehmen vor allem mit Zulieferungen beteiligt, so zum Beispiel ThyssenKrupp und Takraf.

Kurzportrait

Territorium: 1.677.900 km2
Bevölkerung: 14.500.000

Regionen:
Republik Karelien, Republik Komi, Gebiet Archangelsk, Gebiet Wologda, Gebiet Kaliningrad, Gebiet Leningrad, Gebiet Murmansk, Gebiet Nowgorod, Gebiet Pskow, Stadt St. Petersburg, Autonomer Kreis der Nenzen

Bevollmächtigter des Präsidenten:
Wladimir Iwanowitsch Bulawin
199004 St. Petersburg, Wasiljewskij Ostrow, 3. Linija 12
Telefon: +7 (812) 323-07-74
Fax: +7 (812) 323-75-87
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