Russlands Regionen bauen aus

28.01.13 Aktuelles, Sacha (Jakutien), Primorje
Die Schwerpunkte der Bautätigkeit sind regional verschieden © A. Ulloa Unanue

Die Schwerpunkte der Bautätigkeit sind regional verschieden © A. Ulloa Unanue

MOSKAU. Russlands Bauwirtschaft wird in den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 12,5 Prozent wachsen, prognostiziert die Consultinggesellschaft PMR in ihrem jüngsten Bericht, der Ende Januar erschien. Die Analysten schreiben diesen verhältnismäßig hohen Anstieg vor allem der niedrigen Vergleichsbasis der Vorjahre und dem Engagement der Regierung um den Ausbau der Transportinfrastruktur zu.
Die Schwerpunkte sind von Ort zu Ort verschieden. Nachdem sich der Staat im Fernen Osten zuletzt wegen des APEC-Gipfels in Wladiwostok 2012 auf die Region Primorje konzentrierte, werden nun die meisten Bauprojekte in der Republik Sacha (Jakutien) erwartet. Dort gibt es große Öl- und Gasreserven, deren Förderung erschwert wird, weil die Verkehrsinfrastruktur unterentwickelt ist. Mit 6,7 Kilometern Straße pro 1.000 Quadratkilometer Territorium liegt Sacha deutlich unter dem landesweiten Schnitt von 64 Kilometern.
Im Förderationsbezirk Sibirien erwarten die Experten einen deutlichen Anstieg bei den industriellen Bauprojekten. Im Ural sollen weiterhin der Tiefbau und die Bauarbeiten für Öl- und Gasförderprojekte im Mittelpunkt stehen.